Brandordnung Maximilian Heinrichs vom 22. Dezember 1672

Demnach die Erfahrenheit von einigen Jahren hero bey verschiedenen in hiesiger Churfürstlicher Residentz-Statt Bonn entstandenen leidigen Fewrs-brunsten mitgebradit, daß die vormahls von Bürgermeister, Scheffen und Rath hieselbst auffgerichtete Brand-Ordnung fast in denen wenigsten Punc-ten recht in Obacht genohmen oder gehalten, vielmehr aber bey dem Brandleschen alsolsche grosse Verwir- und Behinderung verspührt worden, daß dadurch die Statt in grössern Brandschaden leichtlich hätte gera-then können; Und dan solches mehrenteils daher verursacht, daß die Leuth zwar häuffig und ohne Unterscheid an den Orth alwo der Brand sidi gezeigt hinzugelauffen, demselben aber nur müßig zugesehen, und hingegen anderen zum Leschen den Zugang versperret haben; Damit dan dergleichen hinführo in solchen kläglichen Zufällen nit mehr beschehen, sondern jedermann wie sidi dabey verhalten, und was er in solch gemeiner Gefahr für Handbietung und Hülff leisten solle, wissen, und dagegen keine Entschuldigung vorzuwenden haben möge.

So haben Ihre Churfürstl, Durdil. zu Collen Hertzog Maximilian Heinrich in Bayeren etc., Unser gnädigster Herr, aus Fürst-Vätterlicher Sorgfalt fhro vorberürte Brand-Ordnung in Abschrifft Vorbringen, und durch gewisse benambste Räthe und Bediente, sambt hiesiger Statt darzu erforderten Deputirten durchsehen lassen, und auff deren Relation in ein- und anderem nachfolgender Gestalt zu erneueren und zu verbesseren befohlen.

Erstlich solle ein jeder der seye Geist- oder Weltlich, Bürger oder Hoff-Diener, in dessen Hauß oder Wohnung bey Tag oder Nacht eine Fewrs-brunst entstehet, dieselbe mit seinem Gesinde allein zu leschen sich nit unterstehen, sondern gleich anfangs ehe das Fewr nach überhand genohmen vor allem schuldig seyn das Fewr auszuschreyen und die Nachbarschafft zu ruffen, auch zugleidi durdi jemand von seinem Gesind oder nechsten Nachbaren an die Bürger- und Soldaten-Hauptwachten auffm Marek zu schicken, und das Hauß und den Orth, alwo der Brand angefangen, deutlich anzukündigen, und solches bey Vermeidung einer arbitrari-Straff keineswegs zu unterlassen.

Dafern aber zweytens die Flamm und Funcken des Fewrs sich zum Dach-
Fensteren oder Schorenstein des Hauses verspühren lassen, ohne daß der Einwohner dessen gewahr worden, dießfalls solle demjenigen, welcher alsolchen Brand zum ersten sehen und Fewr Fewr überlaut ausschreyen, auch die im brennenden Hauß des Nachts vielleicht noch schlaffende In-wöhnere aufiklopffen, demnechst anzeigen wird, dafür auffs wenigst ein halber Reichsthaler vom Einwohner des Hauses, alwo der Brand angangen, oder sonst aus der Statt Mittelen gegeben, in diesem Fall doch denen Wädi-teren an dem Statt Thor und sonst, das Ablauffen von der Schildwacht durchauß nit verstattet werden.

Zum dritten, nachdem nun die beyde Hauptwachten das Hauß und die Gasse, worin der Brand angefangen, werden vernohmen haben, sollen die dabey sich befindende Befeichshaber und Officierer gleichbald verschaffen,-daß die Troinmeien gorühret, sodan einer aus der Burgerhauptwacht com-inandirt worden zu den Opffermann zu S. Remigii hinzulauffen und den Kirdien-Thuru eröffnen zu lassen, damit in Abwesenheit oder etwan beym tieffen Schlaff des Thurnwüchters der Grewel oder die Brandglocke angeschlagen und dadurch jedermann des Tags gewamet, und des Nachts vom Schlaff zur Hülfleistung erwecket werden möge.

Zum vierten, auff den Fall aber, daß auff jetzt bemeltem Thum der Wächter sich befindet und bereits die Fewrsbrunst selbst wahrgenominen und deßwegen auch alschon Fewr geblasen, und die Brand-GIock angeschlagen hat, so soll derselb obzwarn vermeinen wird, als seye der Brand zumahlen gelesdiet, mit dem anschlagen ehender nit auffhören, biß es ihme die verordnte Brandmeistere untersagen lassen, ohne daß soll derselb Thumwächter, damit man wissen möge, wohin ungefehr und in welche Gassen der Statt zum Brandleschen Wasser zuzutragen und Hülff zu leisten seye, des Tages mit der Fahnen, und des Nachts mit einer Latern oder Leuchten ein Zeichen dorthin geben.

Zum fünfften, sollen nach diesem Warnungszeichen die zur Zeit zween aus dem Statt-Rath, und zween aus denen also genannten Zwölffteren erwehlte und angeordnete Brandmeister ohne einigen Verzug sich zu dem Orth der erstandener Fewrbrunst verfügen und daselbst ihrem Gutbefinden nach alle mögliche Anstalt machen, damit der Brand gelesdiet und die daran nechstgelegene Häuser aus der Gefahr gebracht werden mögen.

Zu welchem End dan sechstens denen in hiesiger Statt wohnenden Werck-leuthen, nemblich Steinheweren, Zimmerleuthen, Mäureren und Leyen-deckeren hiemit ernstlich anbefohlen wird, daß jeder mit seinen Knechten und Werckgezeug als Segen, Axen, Beylen, Pielhacken, Hebeysen, Dachoder Steigleiteren, unter den ersten beym Brand erscheinen, und nach jetzt gemelter Brandmeisteren Anweiß- und Verordnung sich verhalten sollen, damit in denen benennenden Häuseren gleich anfangs nit alles ohne Noth und mit Schaden muthwillig zerbrochen, abgeschlagen und niedergerissen werde.

Ebenmäßig zum siebenten sollen die von Bürgermeister, Schelfen und Rath ange.setzte achtzehn Braiidsdnitzen sambt ihrem Hauptmann, mit Ht’liebar-den, kurtzem Gewehr, halben Piccjuen und Degen unter den ersten auch an dem Orth, wo es brennet sidi finden lassen, und den Zugang zuin Brand an beyden Ecken der Gassen oder sonst also versperret halten, daß kein Weiber-Volck, noch Kinder, weder zum Lesdien schwache und untaugliche Personen durchdringen und andere in der Zutragung des Wassers behinderen Können, wobey aber auch dieselbe Brandschützen absonderliche Achtung geben sollen damit diejenige, welche etwas an bewegliche Güto-ren aus der Gefahr des Fewrs anderstwohin tragen und ihnen unbekannt seynd, oder verdächtig Vorkommen, nach der Bürgerhauptwacht gefahiet, und daselbst biß zu fernerem Bescheid angehalten werden mögen.

Vor allem doch zum achten sollen Bürgermeister, Scheffen und Rath vor ihre Personen mittler Zeit, daß die Soldaten vor ihrer Hauptwacht auffm Marckt in Bereitschafft gestellet werden, und ungesaumbt nach dem Fewr-schreyen Trommelrühren und Anschlag der Brandglocken, sich mit gutem Gewehr vor dem Bürgerhauß versamblen, und wie allem, Unheil und Ge-fehrlichkeiten, so bey denen Fewrbrunsten leicht ich angestilltet werden können, am besten zu begegnen und vorzukommen seye, alsdan wohl-bedachtlich überlegen, und demnechst darzu auch in der Geschwinde die vorrath- und diensamb befundene Mittele werckstellig machen.

Gestalt zum neunten, der unten am Bürgerhauß wohnende Haußknedit, als weldier vor anderen die Warnungs-Zeidien des Brandes sehen und hören kan, nit unterlassen soll eine von denen vorräthigen Tar-Tonnen mitten auff den Marckt zu bringen und dorten anzuzünden, und nodi etwan vier Herpfannen in Bereitschafft zu halten, damit deren zwey an die beide Edce der Gassen, allwo die vorgemelte Brandsdiutzen stehen, hingebracht, und die andere zwey von Bürgermeister, Schoflen und Rath an Orth und Platz nach ihrem Gutachten gebraucht werden können.

Derselb Haußknecht soll ferner zum zehnten, wan er das Bürgerhauß auff-schließet, zugleich auch das Zimmer, worin die zum Brandleschen verordnte Instrumenten als höltzerne Sprützen, Eimere, Leiteren, Schützbretter zur Auffdemmung der Bach und Brandhacken auffbehalten werden, eröffenen, damit selbige auff Befelch deren Bürgermeisteren durch gewisse starke Burger abgeholet und eilendts zum Orth der Fewrbrunst hingetragen werden mögen.

Weilen dan zum eilfften, alle inheimbische Bürger außer denen Brandmeisteren und Schützen, auch Werddeuthen, so an dem Orth des Brandes Vorgesetzter maßen alschon hinverordnet seynd und sonsten hin- und wieder sich auff der Wacht befinden, in aller Geschwindigkeit nadi vorhergegan-genem Trommel- und Brandglodcen-Schlag, auch vor dem Burgerhauß mit dem Gewehr zu erscheinen schuldig seynd und ohne daß keiner ohne erhebliche Ursadi alsdan zu Hauß bleiben mag.

Als sollen offtbomelte Bürgermeister, Scheffen und Rath zuvorderst sich angelegen seyn lassen, damit eine gute Anzahl von denBüigeren mit Ablag-und Hinsetzung ihres Gewehres auff das Bürgeihauß zum Brandlosdicn commandirt, und auff der Gassen also in Ordnung gostelt werden, daß einer Seits die Eymere mit Wasser erfüllet von Hand zu Hand gereichet, und auff der ander Seiten dieselbe Eymer gleichfalls wieder zuruck biß zum Wasser schöpffen gegeben werden können, wobey selbige Bürgere die müßig-stehende Personen zu alsolcher Handreichung zwischen sich hin- und wieder verteilen, auai wohl gar anzwingen mögen.

Demnechst zum Zwölfften sollen nit weniger Bürgermeistere, Scheffen und Rath sich angelegen seyn lassen, damit außer der übriger Bürgerschafft die Wachten an denen Statt-Pforten dobbelt besetzet, und ausdrücklich dabey befohlen werde, wa;i die Fewr-Brunst mehr und mehr (welches der allgütige Gott verhüten wolle) zunehmen und die außwendig der Pforten zulauffende benadibarte Haußleute zur Hüllileistung in die Statt mit einzulassen vor rathsam eraditet würde, das alsdan denselben, so viel wohlbekannt seyn werden, durch die kleine Pforten allein den Zugang verstatten sollen.

Unterdessen zusn Dreyzehnten, damit bey einer solcher gemeiner Brand-Gefahr, jedes Hauses Einwohner« obue Unterscheid zu Abwendung ferneren Schadens alle mögliche Hülfl in e’was leisten und bezeigen können; So sollen Bürgermeistere, Scheffsn und Rath, nachdem der Lauff des Bachwassers in der Mitten der Stockenstraß?n wird durdi Schützbrettere bereit zum Wasser-schöpffen aufigehalten und bequemb gemacht worden seyn, ihren übrigen Statt-Dienern alsobald befehlen, daß sie dieselbe mit Zuziehung etlidier Soldaten erstlich en den Häuseren, welche in der Nahe der Fewr-Brunst geleyen, und demncdist in allen anderen Gassen der Statt denen zu Hauß sich befindenden Personen ansagen und verständlich bedeuten sollen, bey Vermeidung einer arbitrari-Straff daran zu seyn, auff daß bey die gemeine und sonst Hauß Pützen die Benachbarte von jederem Hauß die Wasch- und andere große Bütten hinzustellen oder das Wasser ausziehen und die Bütten anfüllen oder dasselb mit kleinen Bütten und Eymeren zum Fewrleschen hintragen lassen.

Danebens zum Vierzehnten sollen selbige Statt-Dienere bey einer des Nachts entstandener Fewrsbrunst an den vornehmsten Häuseren anzeigen, daß eine Leuchte oder Latern auff die Gassen zu dem End ausgehendst werde, damit das Wasser-püteen und Wasser-tragen desto geschwinder und sicherer, ohne daß einer dem anderen im Weeg stehe und behindere, an Hand genohmen, vnd sonst allen Gefehrlichkeiten und Unordnungen desto auffmercksamer begegnet werden könne.

Inmaßen zum Fünffzehnten, dem Hoff-Wagenmeister und allen Statt-Fuhrleuten zugleich befohlen wird, daß dieselbe nit unterlassen sollen, beym Fewranblasen auff S. Remigii Kirdithum und Anschlagung der Brand-Glok-ken, alsbald mit ihren Pferden die kupfferne Wassersprützen aus dem
Zeughauß allhie zu gesinnen, und sonst mit einer grosscr Bütten auff il^en Karrichen das Wasser bey denen am weitesten vom Brand gelegenen Putzen oder Brunnen aus denen dabey stehenden von dem Gesind in der Nachbarschaft wie vorgemelt bereits erfülleten Bütten abzuhohlen, und der Fewrbrunst zuzuführen.

Was zum Sechszehnten die geistliche Häuser anbelangt, weilen selbige nit weniger als andere Häuser durch die Bürgerschaft und Inwöhnere dieser Statt von darinnen entstandenen Fewrbrunsten möglichst zu retten, und dießfals auch alle Vorgesetzte Verordnungen in adit zu nehmen seynd, Als sollen die Statt-Dienere denen Inwohneren alsolcher Häuser, sie seyen Geist- oder Weltlich, Nahmens Ihrer Churf. Durchl. andeuten, daß durch ihre Knecht und Gesinde mit Heraussetzung der Bütten, Wasser-pützen und Wasser-tragen, die anbefohlene Arbeit verrichten, und solche keineswegs unterlassen sollen.

Zumahlen zum Siebenzehnten hierauff die Statt-Dienere in allen Gassen fleißig zuzusehen, und ohne Respect der Personen diejenige, welche dieser Brand-Ordnung nit werden nachleben, oder sich beym Lesdien säumig bezeigen, oder darvon andere gar abhalten und mercklich behinderen nahm-hafft zu machen, damit Höchstgemelte Ihre Churfürstl. Durchl. darüber die gebührende Bestraffung ergehen lassen mögen.

Sonsten zum Achtzehnten wird nit gezweifelt, und versehen sich auch Ihre Churfürstl. Durchl. zu den geistlichen Personen in den Manns-Clösteren, wan dieselbe nur bey Zeiten durch jemand von Büigermeistere, Scheffen und Rath des Orths, wo die Fewrsbrunst angangen, avisiert und zum Leschen requirirt seyn werden, daß alsdan ihres Theils so viel möglich an guter treuer Hülff und Beystand kein Mangel erscheinen wird.

Indeme aber zum Neunzehnten leichtlidi zu ermessen ist, daß diejenige, welche beym Brandleschen dem Fewr am nechsten seynd, wegen großer Hitz einer Lab- und Erkühlung wohl vonnöthen haben, und daß diejenige auch, so mit Wasser-zutragen und anderer Arbeit und Handreichung sich dabey gebrauchen lassen, bey verspührender Erquickung länger mit solcher Hülff desto lieber continuieren werden; Als wollen Ihre Churfürstl. Durchl. die Weltliche nicht allein, sonderen auch die geistliche Inwohner und Bürger hieselbst welche am vermöglidisten seynd und es also am besten thuen können, gnädigst erinnert und ermahnet haben, in solcher Noth des Brands etwa einen Trundc Biers oder Weins, an dem Orth, wo die Brandmeistere sich befinden werden, hintragen, und durch dieselbe denen meist erhitzten und ermüdeten, auch abgematteten-Personen, dem einen mehr, dem anderen weniger nach ihrem Gedüncken austheilen und geben zu lassen.

So dan unter dem wehrenden Brand zum Zwantzigsten sollen die Brandmeistere und Brandschützen absonderlich mit Fleiß auff die Personen adit geben, welche in den Kallen auff den Dächeren und aus den Fensteren sich vorsetz- und mnlliwillig vorkiihnon dörffen in solcher grösser Noth aufi die so auff den Gassen Hülff leisten und Wasser zutragen, mit Hymeren und anderem Gezeug nit ohne Gefahr einiger Verwundung zu werffen, damit dieselbe auff der Thal ergriffen und gebührend abgestrafft werden mögen. Obwohlen nun das Fewr zum Ein und zwantzigslcn man vermeinen wird, gestillet und außfjcleschct zu seyn, so sollen jedoch Bürgermeistere, Schef-fen und Rath einige gewisse Wächtere an selbigem Orth verordnen, umb annorii einen Tag und Nacht dabey zu wachen und fleißig zuzusehen, damit das Fewr nit abcrinahl herfürbrechen und größeren Schaden verursachen möge, woboy dar. das übermäßig Trincken unter den Wüchteren und Bür-gersleuthen unter Straff des Thurngangs ausdrücklich verboten seyn solle. Gleichwie doch schließlich das zum Brandleschen nöthiges Gezeug, benennt-lich höltzerne Wassersprützen, lederne Eymer, stardee hohe Leiteren und lange Brandhacken nebens ein paar Blochbütten und Tartonnen jederzeit müssen unten und oben im Bürgerhauß fertig stehen und zum Gebrauch unmangelhaft seyn; Also soll auch ein jeder Inwohner der Statt in seinem Hauß, absonderlich mit großen und kleinen Bütten, so dan mit einem Pützseil und Eyrneren sich versehen; Auff daß aber in Zeit einer unversehener Fewrbrunst daran kein Mangel erscheinen möge, so wird Bürgermeisteren, Scheffen und Rath gnädigst befohlen, vorgemeltes ihr gemein Brand-Gezeug durch ihre Brandmeistere und Werckleuthe auffs wenigst ein- oder zweimahl im Jahr visitiren, und was alsdann mangelhaft* befinden, ohne Verzögerung zum Gebrauch verbesseren, auch ebenfalls einmahl im Jahr fcey allen Einwohneren alhie von Hauß zu Hauß, ob die vorbedeutete Bereitschaft darin vorhanden seye, durch ihre Statt-Dienere eine Nachfrag und Erinnerung thuen zu lassen.

Diesem allem nach ist endlich Ihrer Churfürstl. Durchl. gnädigst befehlender Will hiemit, daß dieser ihrer verbessert- und vermehrter Brand-Ordnung bey vernohmener Fewrbrunst allerdings nach gelebt, und von keinem Inwohner dieser Statt der sey Geist- oder Weltlich dagegen einiger Unge-horsamb bey Vermeidung hoher Ungnad und unausbleiblicher Straff bezeigt werde, zu welchem End dan solle dieselbe Brand-Ordnung nit allein jedesmalig auff denen Herren-Geding der dabey erscheinender Bürgerschafft öffentlich vorgelesen, sondern auch davon eine Abschrifft hiesigem Dechant und Capitul zugestellt, und dergleichen durch Bürgermeistere, Scheffen und Rath absonderlich allen Gaffelen oder Zunfften hieselbst ein-gelieffert, auch an den Kirchen und Bürgerhauß zu jedermanns Wissenschafft angeschlagen werden; Urkund Höchstg. Ihrer Churfürstl. Durchl. Handzeichens und auffgedrudeten Secrets.

.Signatum Bonn den 22. Decemb. 1672

Maximilian Henrich Churfürst zu Cöllen.

Vt. Buschmann.

(L. S.) Jo. Pet. Burmann.

Seit 1863 für gutes Löschen bekannt.