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Branddirektor Gemünd, der 60 Jahre der freiwilligen Feuerwehr Bonn angehörte und davon viele Jahre ihr Führer war, legte mit Rücksicht auf sein hohes Alter (80 Jahre) am 31. 7. 1933 sein Amt nieder. Seine ganze Liebe und jugendliche Begeisterung, die er sich bis ins hohe Alter hinein bewahrte, galten »seiner« Wehr.

Sein Nachfolger wurde Branddirektor Feldmann.

Durch das preußische Gesetz vom 15. 12. 1933 wurde die freiw. Feuerwehr mit dem 1. 1. 1934 dem Ortspolizeiverwalter unterstellt. Vom gleichen Tag an bildete sie den Kreisfeuerwehrverband Bonn Stadt. Die Vorstandsmitglieder wurden vom Regierungspräsidenten ernannt. Spätere Erlasse des Innenministers regelten die Leitung bei der Bekämpfung von Bränden und anderen Katastrophen, die Uniformierung, die Motorisierung und die Bezeichnung.

Als eingetragener Kreisfeuerwehrverband und Körperschaft des öffentlichen Rechts bewahrte sie zwar noch weitgehend ihre Selbständigkeit, jedoch vertrug sich diese Rechtsstellung nicht mit dem gleichzeitig eingeführten »Führerprinzip«.

DIE DUNKLEN JAHRE

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Branddirektor Feldmann

Das Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen vom 23. November 1938 schaltete die bisherige Selbständigkeit der freiwilligen Feuerwehr völlig aus. Sie verlor ihre Rechtsform als Verein und wurde zu einer Hilfspolizeitruppe unter straffer, staatlicher Aufsicht umgeformt.

Die freiwillige Feuerwehr, einst eine freie Bürgervereinigung, dann gemeindliche Einrichtung, wurde zur Truppe! Es wäre nicht viel übriggeblieben, wenn nicht die alten Feuerwehrkameraden im tiefsten Innern der Idee treu geblieben wären.

Andererseits besteht kein Zweifel darüber, dass dieses Gesetz sich auch fördernd auf die EntwickIung des Feuerlöschwesens ausgewirkt hat. Durch die Schaffung verbindlicher Reichsnormen brachte es eine Vereinheitlichung der Fahrzeug- und Geräteausrüstung. Ebenso wurde die Ausbildung auf Reichsebene organisiert und bewirkte eine bemerkenswerte Leistungssteigerung.

Das größte Zerstörungswerk der Weltgeschichte, der zweite Weltkrieg, stellte den Feuerwehrmann vor große Belastungen und Aufgaben. Tag für Tag und Jahr für Jahr versammelten sich die Feuerwehrmänner in ihren Alarmunterkünften und rückten aus, um die Wunden des Krieges zu heilen. Die durch Einberufungen zum Wehrdienst stark gelichteten Reihen wurden durch Hilfskräfte verstärkt. Trotzdem aber gelang es nicht, die ungeheuerlichen Zerstörungen der Spreng-, Phosphor- und Brandbomben aufzuhalten. Die Wehrmänner führten einen verzweifelten Kampf mit den riesigen Bränden, deren Glut noch Wochen später unter den Trümmern schwelte.

1945 war der »totale Krieg« zu Ende. Der Zusammenbruch kam. Viele der Kameraden sollten die Heimat nicht mehr wiedersehen.

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