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Die Gerätehäuser waren größtenteils zerstört und was die Vernichtungsmaschine des Krieges übrig gelassen hatte, war geplündert oder beschlagnahmt worden. Es fehlte alles, was an eine Feuerwehr erinnerte. Das Feuerlöschwesen schien völlig zerschlagen. Es bestand nur noch der kameradschaftliche Zusammenhalt und der Idealismus unserer Kameraden, die nun mit ganzer Kraft an die Wiederaufnahme des Feuerschutzes herangingen.

Durch Anordnung der Militärregierung wurde 1945 die bis dahin geführte Einrichtung Feuerlöschpolizei in Berufsfeuerwehr umbenannt. Die freiwillige Feuerwehr wurde dieser unterstellt. Ihre Stärke durfte 99 Mann nicht überschreiten.

Oberbrandmeister Josef Bauer, der von 1945 bis 1958 den LZ BN-Mitte führte, hatte in den Nachkriegswirren das Problem, ohne ausreichendes Geräte- und Uniformmaterial einen schlagkräftigen Löschzug wieder aufzustellen.

Der von 1958 bis 1967 amtierende Löschzugführer, Oberbrandmeister Hermann Lichtenberg, musste seinerzeit seinen Ausbildungsdienst mit nicht weniger als sieben Löschzügen im SK Bonn abstimmen, da zu den Übungen nur zwei Reservefahrzeuge der Berufsfeuerwehr zur Verfügung standen.

Im Jahre 1966 wurde die freiwillige Feuerwehr in den Brandschutz des Katastrophenschutzes eingegliedert. Ab hier wurden uns nun entsprechende Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung gestellt. Die Löscheinheit Bonn-Mitte verfügt heute über zwei Löschfahrzeuge und ein Sonderfahrzeug.

Bei den von 1963 bis 1966 durchgeführten Leistungswettkämpfen im SK Bonn, sowie auch im Regierungsbezirk Köln, errang unser Löschzug sehr gute Ergebnisse.

Nach dem Tod von Oberbrandmeister Lichtenberg im Jahr 1966 führte Oberbrandmeister Erwin Poitzsch bis zur Erreichung seiner Altersgrenze im März 1969 den Löschzug BN-Mitte.

Von Januar 1968 bis April 1972 hatte der Löschzug unter der Leitung von Brandmeister Hans Dahlhäuser eine Jugendfeuerwehr in der der Nachwuchs für die Feuerwache im Stadtkreis Bonn vorbereitet wurde.

Im Jahre 1969 wurde Oberbrandmeister Hans‑Peter Weber als Nachfolger von Oberbrandmeister Erwin Poitzsch zum Löschzugführer gewählt.

Seit der kommunalen Neuordnung des Stadtkreises Bonn stieg die Einsatzhäufigkeit des Löschzuges rapide an. Erwähnenswert als Einsätze größeren Ausmaßes sind das Jahrhunderthochwasser des Rheins 1970, wobei der Löschzug Bonn-Mitte zusammen mit anderen Löschzügen 1 Woche ununterbrochen im Einsatz war, ein Gastankerbrand im Rheinhafen der Shell-Raffinerie in Godorf 1970 und am 8. November 1972 der Großbrand der Firma Andernach in Bonn-Beuel. Als Nachfolger von Hauptbrandmeister Hans‑-Peter Weber übernahm am 15. 11. 1977 Hauptbrandmeister Günter Wagner den Löschzug Bonn-Mitte.

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