Pressemitteilung des Fördervereins I/2015

Jahreshauptversammlung 2015

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Unwettereinsatz in Düsseldorf-Oberkassel, Juni 2014

Zu seiner ersten Jahreshauptversammlung als Nachfolger von Jürgen Wehlus hat Löscheinheitsführer Frank Henseler die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bonn-Mitte eingeladen. Wehlus wechselte mit Erreichung der Altersgrenze in die Alters- und Ehrenabteilung, bleibt jedoch im Vorstand des Fördervereins aktiv. Frank Henseler, der seit einem Jahr die Löscheinheit anführt, zog Bilanz: „Das erste Jahr war nicht einfach, ich bin in große Fußstapfen getreten; dennoch denke ich, dass es ein erfolgreiches Jahr war.“ Als Highlight des letzten Jahres bezeichnen die Wehrleute die überörtliche Hilfe in Düsseldorf nach dem starken Sturmereignis.

Heißausbildung in Düsseldorf

Heißausbildung bei HEAT in Düsseldorf, September 2014 ((c) HEAT)
Heißausbildung bei HEAT in Düsseldorf, September 2014 ((c) HEAT)

Erstmalig wurde eine Heißausbildung durchgeführt. Letztere ist eine praktische Löschübung unter Realbedingungen, in der Hitze erlebt wird und praktische Löschübungen durchgeführt werden. Diese teure Ausbildung (4500 Euro) wird nicht durch die Stadt Bonn finanziert. „Hier musste der Förderverein ran.“ so Dr. Nico Janicke der Vorsitzende des Fördervereins, dessen Jahresabschluss am letzten Freitag (17.April 2015) war. „Wir sind auf 70 Mitglieder angewachsen und müssen noch weiter in der Bevölkerung und Nachbarschaft für Unterstützung werben, denn die Sparmaßnahmen der Stadt machen auch vor der Feuerwehr nicht halt.“ Eine wichtige Aufgabe des Vereins sei die Öffentlichkeitsarbeit, aber auch die koste Geld.

20 Jahre Jugendfeuerwehr Bonn-Mitte

20 Jahre Jugendfeuerwehr Bonn-MitteZum Ende der Versammlung gab es noch den Ausblick und einige Ehrungen. „Auch wenn dieses Jahr schon voran geschritten ist und es auch schon Löschaufgaben wie den Hallenbrand bei Remondis oder die Brandsicherheitswache beim Rosenmontagsumzug gab, liegen noch viele geplante und ungeplante Aufgaben vor uns.“ Die Jugendfeuerwehr der Einheit wird dieses Jahr 20 Jahre alt und soll im August ein Fest bekommen. Daneben sind die regelmäßigen Dienstabenden sowie größere Übungen und bereits im Mai der Leistungsnachweis geplant. Der Förderverein hat die Öffentlichkeitsarbeit in den Mittelpunkt gesetzt, „Wir brauchen Nachwuchs in der Jugend, aber auch bei den Aktiven“ so Henseler und Janicke gleichzeitig, denn die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt ist gerade in der Feuerwehr sehr schwer. Hier muss man auch nachts oder an Feiertagen seine Familie alleine lassen muss, um anderen zu helfen.

Medaillen für Fluthelfer

Ausgezeichnete und beföderte Kameraden der Jahreshauptversammlung 2015
Ausgezeichnete und beföderte Kameraden der Jahreshauptversammlung 2015

Zum guten Schluss konnte Henseler die Fluthelfermedaillen (Elbehochwasser 2013) an die Kameradinnen und Kameraden verteilen, die eine Woche an der Elbe im Sommer 2013 geholfen haben. Sechs junge Wehrleute wurden zum Feuerwehrmann befördert. Für langjährige Tätigkeit erhielten eine Kameradin und sechs Kameraden ein Dankeschön vom Förderverein. Hans-Josef Hoffman übergab sein über Jahrzehnte ausgeübtes Amt als Kassierer an Markus Häberle, der an diesem Tag auch mit seiner Beförderung zum Brandmeister in die Führungsriege rutscht. Leider werden auch zwei Kameraden die Löscheinheit in diesem Jahr verlassen. „Wir geben nur schweren Herzens zwei gute Leute ab, die jedoch an ihrem neuem Wohnort weiter Feuerwehrleute bleiben.“, so Henseler, der gleichzeit stolz auf die Entwicklung seiner Jugendfeuerwehr ist. Diese konnte 10 neue Kinder und Jugendliche begeistern. Mit rund 150 Stunden konnte jedes Jugendfeuerwehrmitglied durchschnittlich ca. 3 Stunden in der Woche an den vielseitigen und spannenden Jugendfeuerwehraktivitäten teilnehmen. „Das ist eine starke Leistung, die das junge Betreuerteam um Michael Beßmann und Gerrit Grotelüschen da erbracht haben, denn das will alles vor- und nachbereitet werden“, so Janicke, der dies als starken Impuls in den Förderverein tragen wird, weil Jugend die Zukunft der Löscheinheit sei.